Hautrisse

Wird der Säureschutzmantel der Haut angegriffen, aktiviert sie ihren natürlichen Abwehrmechanismus. Dies führt zu Entzündungen, Hautspannung und Trockenheit sowie einer Verdickung der Hornhaut (Hyperkeratose), bis die Hautoberfläche schließlich aufbricht. In der Folge bilden sich schmerzhafte Hautrisse und Fissuren unterschiedlicher Tiefe.

Hautrisse treten häufig bei trockener Haut in Verbindung mit unzureichender Pflege auf.

Aufgesprungene Haut, oftmals durch Kälteeinwirkung ausgelöst, äußert sich durch kleine Risse in der Epidermis und Teilen der Dermis, die häufig an Händen, Lippen und Brustwarzen zu beobachten sind.

 

Hautrisse werden bedingt/begünstigt durch:

  • Klimawechsel, hauptsächlich Kälteeinflüsse
  • Überbeanspruchung und Trauma (u.a. durch berufliche oder sportliche Aktivitäten)
  • hautirritierende Faktoren (z.B. Reinigungsprodukte, Umwelteinflüsse…)
  • trockene Haut
  • verhornte Haut oder Haut, die aufgrund von Alterungsprozessen ihre Elastizität verloren hat

 

Wer ist davon betroffen?

Von Hautrissen sind im Allgemeinen Menschen ab dem 15. Lebensjahr betroffen. Etwa 2 Mio. Patienten würden ihre Hautrisse behandeln. Hautrisse an den Fersen treten hauptsächlich bei Frauen auf. Die betroffenen Stellen sind:

  • Hände: 67%
  • Füße: 12%
  • Hände und Füße: 11%

 

Was ist trockene Haut?

Die Hautoberfläche wird von dem aus Talg und Schweiß bestehenden Säureschutzmantel umgeben, der einen Feuchtigkeitsverlust verhindert. Hände und Füße trocknen aufgrund äußerer Einflüsse (Kälte, Reinigungsmittel usw.) schnell aus, denn die Haut ist in diesem talgarmen Bereich besonders empfindlich und nur schwach durchblutet.

Die Haut an Händen und Füßen ist viel dünner und enthält weniger Talgdrüsen, die diesen Schutzmantel produzieren. Trocknen diese Hautpartien aus, wird die Haut empfindlicher.