Wundversorgung – Warum mangelnde Wundreinigung teuer für das Gesundheitswesen ist

Krankenkassen wie beispielsweise die AOK Nordost machen gezielt darauf aufmerksam, dass der Einsatz von DACC oder silberhaltige Wundauflagen bei infizierten Wunden nicht prophylaktisch oder langfristig erfolgen sollte. 

Wir von URGO Medical setzen daher auf das Konzept Cleanen und Agieren. Integraler Bestandteil ist die kontinuierliche Reinigung der Wunde.

Je sauberer eine Wunde ist, desto größer ist ihre Chance, komplikationslos zu heilen.1 Insbesondere Fibrinbeläge, Biofilm und Bakterien spielen eine zentrale Rolle: Sie bilden einen idealen Nährboden für Keime und erhöhen so das Infektionsrisiko. Wundbeläge können das Bakterienwachstum fördern, Entzündungen verstärken und die Neubildung von Gewebe blockieren.2 Regelmäßige Wundreinigung vervierfacht die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Wundheilung.3

Auch nach einem erfolgreichen Débridement (Wundtoilette) kann bereits nach 24 Stunden erneut Bakterienbildung auftreten.6 Das Infektionsrisiko steigt damit wieder an. Allein ein aktives Débridement reicht daher nicht aus – besonders, wenn man bedenkt, dass etwa 60 % der Wunden nicht häufig genug debridiert werden.7

Die gute Nachricht: Das aktive Débridement kann durch spezielle Reinigungsfasern passiv zwischen den Verbandswechseln unterstützt werden. Durch diese Kombination wird die Wundreinigung kontinuierlich gefördert.

Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie mehr über die Einsparpotenziale und Vorteile für die Patient:innen durch eine kontinuierliche Wundreinigung erfahren möchten.

Quellenverzeichnis:

1: Mayer D.O. et al. Best practice for wound debridement. International Consensus Document. J Wound Care 2024; 33(6) Sup C: S1-S32
2: International Wound Infection Institute (IWII) Wound Infection in Clinical Practice. Wounds International. 2022.
3: European Pressure Ulcer Advisory Panel, National Pressure Injury Advisory Panel and Pan Pacific Pressure Injury Alliance. Prevention and Treatment of Pressure Ulcers/Injuries: Clinical
Practice Guideline. The International Guideline. Emily Haesler (Ed.). EPUAP/NPIAP/PPPIA: 2019
4: S3-Leitlinie zur Lokaltherapie schwerheilender und/oder chronischer Wunden aufgrund von peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Diabetes Mellitus oder chronischer venöser Insuffizienz.
Version 2.1. Stand: 11.09.2023. AWMF-Register-Nr.: 091/001
5: Dissemond, J. et al (2013). European Wound Management Association (EWMA). Debridement: An updated overview and clarification of the role of debridement. Journal of Wound
Care, 25 (1).
6: Schultz, G. et al (2017), Consensus guidelines for the identification and treatment of biofilms in chronic nonhealing wounds. Wound Rep and Reg, 25: 744-757
7: Tettelbach W. et al. (2024). International Consensus Document. Best Practice for Wound Debridement. Journal of Wound Care; 33 (6).