Was passieren muss, damit sich Pflegedienste spezialisieren
Am 24.03. haben Christian Westermann, Vorsitzender der BAG-Wunde und Geschäftsführer des spezialisierten ambulanten Pflegedienstes, Engel vonne Ruhr, sowie Enes Baskal von URGO Medical zum Thema Spezialisierung von Pflegediensten und Wundzentren auf die chronische, schwer heilende Wunde aufgeklärt.
Das Interesse war groß. Über 100 Pflegedienste hatten sich zu der Onlineveranstaltung angemeldet. Etwa die Hälfte der Pflegedienste gab an, noch nicht spezialisiert zu sein. Der häufigste genannte Grund war die noch ausstehende Vergütungsvereinbarung, die fehlende Unterstützung oder das Votum des Arbeitgebers.
Dabei sprechen viele Gründe für die Spezialisierung, so Christian Westermann in seinem Vortrag. Unter anderem zeigte Westermann, dass spezialisierte Pflegedienste ihr Personal besser halten und höher vergüten können. Darüber hinaus zeigen sich deutlich bessere Abheilungsraten und eine stärkere Verankerung und Sichtbarkeit im Netzwerk gegenüber Leistungserbringern in Praxen oder Kliniken. Einer Gesamtinvestition von etwa 40.000 € stünde ein strategischer Vorteil gegenüber nicht-spezialisierten Pflegediensten entgegen, der insbesondere in Zeiten von Personalknappheit und wirtschaftlich schwierigeren Rahmenbedingungen entscheidend sein kann.
Unterstützung gibt es seitens der BAG-Wunde zu Fragen der Spezialisierung oder bei der Firma URGO Medical bei der Vernetzung in den Praxen und Kliniken, Leitlinien- und Produktwissen oder Erstattungsfragen.
