Warum im Sommer die Patientenadhärenz abnimmt und was dagegen getan werden kann
Während sich viele Menschen auf die warmen Temperaturen freuen, ist die Hitze für Menschen mit einem Ödem eine echte Herausforderung. Das Risiko für einen Ulcus Cruris Venosum steigt, wenn wichtige Punkte nicht beachtet werden.
Durch die Hitze weiten sich die Gefäße, der Blutfluss verlangsamt und die Venen verlieren an Elastizität. Das Blut sackt in die Beine und Flüssigkeit tritt in das umliegende Gewebe aus. Die Notwendigkeit einer Kompressionstherapie nimmt zu.
Das Problem: Gleichzeitig sinkt die Patientenadhärenz, wenn der Patient unter dem Kompressionsverband schwitzt, oder Juckreiz und Schmerzen empfindet. Nimmt die Mobilität dann noch ab, weil insbesondere ältere Patient:innen sich hitzebedingt weniger bewegen, wird das Problem verschärft, da die Wadenpumpe nicht arbeitet.
Um die Patientenadhärenz zu steigern und das Risiko eines offenen Beins zu minimieren, sollte daher auf eine dünne, luftdurchlässige und atmungsaktive Kompressionsbinde gesetzt werden, die die Mobilität im Sprunggelenk gewährleistet und die Möglichkeit bietet, normale sommertaugliche Schuhe zu tragen.

