Jubiläumsinterview mit Dr. Udo Möller

Dr. Udo Möller, Director Medical Affairs

Udo Moeller
Du begleitest URGO seit über 23 Jahren und warst damit fast von Beginn an mit dabei – was löst das 25-jährige Jubiläum bei dir aus?

Udo: Teil der URGO-Familie zu sein, ist für mich auch nach über 23 Jahren immer noch eine spannende Reise. Als ich anfing, war UrgoTül gerade erst auf dem Markt, eine deutsche Website gab es noch nicht. Seitdem durfte ich miterleben, wie sich URGO als Familienunternehmen kontinuierlich weiterentwickelt hat und wie stark der Zusammenhalt hier ist. Es fühlt sich an wie eine große Familie, die weit verzweigt ist: Ob national oder international – man trifft immer wieder aufeinander und spürt dabei, dass man zusammengehört. Heute blicke ich auf viele Projekte und Begegnungen zurück, die mich fachlich wie menschlich geprägt haben. Dieses Jubiläum erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit: 25 Jahre URGO stehen für Beständigkeit im Wandel und für die Freude, diese Entwicklung aktiv mitzugestalten.

Was macht URGO für dich als Arbeitgeber besonders?

Udo: Ganz klar die Kultur. URGO ist ein Familienunternehmen und das spürt man auch. Man hilft sich gegenseitig, packt gemeinsam an und setzt Dinge schnell um. Bei URGO konnte ich in verschiedenen Bereichen vielfältige Erfahrungen sammeln und immer wieder Neues gestalten – das macht mir bis heute Freude.

Du arbeitest eng mit Ärzt:innen und Wissenschaftler:innen zusammen. Was macht diese Zusammenarbeit aus?

Udo: Sie ist unglaublich bereichernd. Über die Jahre habe ich viele Studien und Anwendungsbeobachtungen begleitet, mit Kliniken und Forschungszentren gearbeitet und erlebt, wie wichtig der wissenschaftliche Austausch ist. Evidenzbasierte Ergebnisse sind für URGO von zentraler Bedeutung und genau dieser Anspruch verbindet uns mit unseren Partner:innen. Manche Ärzt:innen erinnern sich selbst nach 20 Jahren noch an gemeinsame Projekte und kommen erneut auf uns zu. Aus dieser Kontinuität und diesem Vertrauen entstehen immer wieder neue Kooperationen. 

"Es fühlt sich an wie eine große Familie, die weit verzweigt ist: Ob national oder international – man trifft immer wieder aufeinander und spürt dabei, dass man zusammengehört."

Welche Projekte haben dich besonders geprägt?

Udo: Eines meiner ersten großen Projekte war die Kinderstudie mit UrgoTül. Sie wurde in fünf kinderchirurgischen Zentren in Deutschland durchgeführt, parallel auch in Frankreich und war damit in vielerlei Hinsicht ein echtes Pionierprojekt. Damals gab es praktisch keine klinischen Studien mit Kindern, schon gar nicht im Bereich der Wundversorgung. Wir richteten den Fokus auf die jungen Patient:innen und ihre Schmerzerfahrungen und benutzten dafür spezielle kindgerechte Schmerzskalen mit weinenden und lachenden Gesichtern sowie altersgerechte Fragebögen. Für mich war es eine spannende und prägende Erfahrung, dieses Projekt zu betreuen und die Ergebnisse später auch veröffentlichen zu dürfen.

Welche Momente sind dir in all den Jahren besonders in Erinnerung geblieben?

Udo: Sehr bewegt haben mich die Begegnungen mit Patient:innen mit Epidermolysis bullosa (EB). Ihre Geschichten, ihr Lebensmut und ihr Wille zur Normalität verdeutlichen, wie wichtig es ist, dass unsere Produkte den Alltag wirklich erleichtern. Besonders eindrücklich war eine junge Frau mit EB, die mir erzählte, dass sie dank unserer Produkte ihren Traumjob als Postbotin ausüben kann trotz ihrer Erkrankung. Solche Geschichten zeigen, welchen Unterschied unsere Arbeit und unsere Produkte bewirken können: weniger Schmerzen, weniger Blutungen, mehr Lebensqualität.

Wenn du URGO zum 25. Geburtstag eine Geburtstagskarte schreiben würdest – was stünde drin?

Udo: Danke für die Innovationskraft, die Verlässlichkeit und für die Menschen, die all das möglich machen. Behaltet euren Spirit und bleibt weiterhin so nah an den Patient:innen, am Markt und an den Mitarbeitenden. Das ist das Fundament für die nächsten 25 Jahre im Sinne der Patient:innen, für die wir arbeiten.

Dein Fazit?

Udo: 25 Jahre URGO – und kein Stillstand. Ich freue mich auf die weitere Reise mit neuen Projekten, Ideen, Begegnungen und auf alles, was als Nächstes kommt. 

Zum Interview von Hélène Chalaye

Schon als Kind sah Hélène Chalaye im Fernsehen URGO-Pflaster im Einsatz: Heute arbeitet sie selbst bei URGO und gestaltet mit der TLC-Wundheilungsmatrix und innovativen Produkten die moderne Wundversorgung aktiv mit. Zum 25-jährigen Jubiläum erzählt sie, wie internationale Zusammenarbeit, bahnbrechende Technologien und bewegende Patient:innen-Erlebnisse ihre Arbeit prägen – und warum sie jeden Tag aufs Neue stolz ist, Teil dieser Erfolgsgeschichte zu sein.