Enes-Batuhan Baskal, Director Governmental Affairs & Market Access
25 Jahre URGO – was bedeutet dir dieses Jubiläum persönlich?
Enes: Für mich bedeutet das, dass URGO seit einem Vierteljahrhundert Tag für Tag daran arbeitet, Wunden zu heilen und Menschen zu helfen. Das ist auch der Grund, warum ich hier bin: Rahmenbedingungen zu schaffen, damit möglichst viele Patient:innen von unseren innovativen Produkten profitieren können. Besonders beeindruckt mich, dass ein familiengeführtes Unternehmen über so lange Zeit gesund wächst und vital bleibt. Das ist nicht selbstverständlich und erfüllt mich mit Zuversicht.
Was macht URGO für dich als Arbeitgeber besonders?
Enes: Ich habe mich von der ersten Minute an extrem wohlgefühlt – sowohl am Standort Sulzbach als auch in Monheim. Es herrscht ein familiäres, warmes Miteinander. Man spürt hier ein echtes „Wir-Gefühl“. Gleichzeitig sind unsere Produkte einzigartig und setzen Maßstäbe: von der Wundauflage UrgoTül, die beim Verbandwechsel keine Schmerzen bereitet, bis zum einzigartigen Kompressionssystem UrgoK1 – Innovationen, die kein Wettbewerber in dieser Form hat. Dass der Gemeinsame Bundesausschuss auf Basis unserer Evidenz den therapeutischen Nutzen von UrgoStart Tül zur Wundbehandlung beim diabetischen Fußulkus als erstes Produkt zur Wundbehandlung bestätigt hat, macht mich besonders stolz.
Was gefällt dir an deinem Job am meisten?
Enes: Am meisten Freude macht es mir, wenn ich dazu beitragen kann, dass unsere Produkte in der Erstattung bleiben. Davon profitieren alle: Patient:innen, Ärzt:innen, Pflegekräfte – und auch die Krankenkassen, weil schneller heilende Wunden langfristig Kosten sparen. Natürlich ist das nicht immer einfach. Oder, wie es der Soziologe Max Weber formulierte: Politik ist das Bohren dicker Bretter – und genau diese Herausforderung motiviert mich jeden Tag.
"Besonders beeindruckt mich, dass ein familiengeführtes Unternehmen über so lange Zeit gesund wächst und vital bleibt. Das ist nicht selbstverständlich und erfüllt mich mit Zuversicht."
Enes Batuhan Baskal
Gibt es ein Erlebnis, das dich besonders bewegt hat?
Enes: Ja, beim Bremer Wundkongress hat eine Patientin über ihr Leben mit der seltenen genetischen Erkrankung Epidermolysis bullosa (EB) berichtet. Sie hat erzählt, wie sehr UrgoTül ihre Lebensqualität verbessert und wie unvorstellbar schmerzhaft ihr Alltag ohne unsere Produkte wäre. Ihre Dankbarkeit hat den ganzen Saal berührt – da gab es einige Tränen in den Augen. Solche Momente zeigen mir: Unsere Arbeit hat einen echten Mehrwertund hilft Menschen ganz konkret.
Wenn du URGO eine Geburtstagskarte schreiben würdest – was stünde drin?
Enes: Ich würde im Namen der Patient:innen Danke sagen. Danke für weniger Schmerzen, für schneller heilende Wunden, für mehr Lebensqualität. Und ich würde allen Kolleg:innen danken, die das Tag für Tag möglich machen – ob in der Forschung, in der Produktion oder im direkten Kontakt mit Ärzt:innen und Pflegenden.
Was wünschst du URGO für die nächsten 25 Jahre?
Enes: Ich wünsche mir, dass URGO die Anerkennung und Reputation bekommt, die es verdient. Mit der Qualität unserer Produkte und der Leidenschaft unserer Mitarbeitenden hat URGO das Potenzial, Marktführer zu werden. Mit Blick in die Zukunft hoffe ich zudem, dass das GENESIS-Projekt zur Entwicklung künstlicher Haut gelingt. Das wäre eine Revolution in der Wundversorgung und könnte eines Tages Millionen Menschen ein völlig neues Leben ermöglichen – weg von klassischen Wundauflagen hin zur Regeneration durch die eigene Haut.
Dein Fazit?
Enes: Ganz einfach: Happy Birthday URGO – und weiter so! Ich bin stolz, Teil dieser Reise zu sein.
Zum Interview von Romina Geisinger
Romina Geisinger feiert 25 Jahre URGO und zugleich ihr eigenes zehnjähriges Jubiläum im Unternehmen. Sie erzählt, wie ein spontaner Einsatz am Wochenende einem Patienten Hoffnung brachte, warum der URGO-Teamspirit für sie wirklich „mehr als ein Wort“ ist und wie spannend es ist, URGO in Österreich und der Schweiz voranzubringen.
