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Sauber Agieren

Mit der Infektions-Checkliste in wenigen Minuten zur Unterstützung Ihrer Wundtherapieentscheidung

Was, wenn unsere größte Gefahr in der Wundbehandlung nicht die Infektion ist – sondern unsere Entscheidung darüber?

Die Realität ist unbequemer, als viele glauben: In rund 35 % der Fälle werden Antiseptika oder Antibiotika eingesetzt, obwohl gar keine Infektion vorliegt.1 Gleichzeitig bleiben 41 % tatsächlich infizierter Wunden ohne jede antimikrobielle Therapie.1
Übertherapie hier. Untertherapie dort. Zwei Extreme – ein gemeinsamer Auslöser: diagnostische Unsicherheit.

Wundexperten sind sich einig: Viele lokale Wundinfektionen lassen sich zunächst durch Reinigung, Débridement und antiseptische Maßnahmen kontrollieren.3 Systemische Antibiotika sollten die Ausnahme sein – nicht der Reflex. Doch ohne eine klare, strukturierte Beurteilung wird aus klinischer Vorsicht schnell eine Fehlentscheidung.

Für mehr Klarheit rund um die Infektionsprävention wie auch Infektionskontrolle bieten wir medizinischen Fach- und Pflegekräften ein übersichtliches und einfaches Vorgehen an und stellen eine Infektions-Checkliste zur Unterstützung der individuellen medizinischen Entscheidung bereit.

Was ist eine lokale Wundinfektion?

Jede offene Wunde ist zunächst mit einer Vielzahl von Keimen besiedelt. Diese Kontamination ist an sich nicht automatisch problematisch, solange die Wunde normal heilt. Von einer manifesten Wundinfektion sprechen wir erst dann, wenn sich die Keimzahl deutlich vermehrt und sowohl eine klinisch erkennbare Lokalreaktion als auch eine immunologische Wirtsreaktion mit typischen Entzündungszeichen vorliegen.3

Eine Wundinfektion entsteht, wenn Mikroorganismen wie Bakterien in eine Wunde eindringen, sich dort vermehren und das lokale Gewebe schädigen und eine Reaktion mit typischen Entzündungszeichen hervorrufen.

Mögliche Folgen einer lokalen Wundinfektion:

⛔️ Verzögerte oder stagnierende Wundheilung

⛔️ Risiko der Ausbreitung einer lokalen Infektion zu einer systemischen Wundinfektion

⛔️ Risiko der Krankenhauseinweisung

⛔️ 56 % der diabetischen Fußulzera sind infiziert4 und können im schlimmsten Fall zu einer Amputation führen.

Schon gewusst?

Infektionen tragen zu erhöhten Kosten für das Gesundheitssystem bei4
Jeder Patient mit einer Infektion an der Operationsstelle benötigt zusätzlich 6,5 Tage im Krankenhaus.
Die Kosten für den NHS im Zusammenhang mit im Krankenhaus erworbenen Infektionen belaufen sich auf 1 Milliarde Pfund pro Jahr.

Woran erkennt man eine lokale Wundinfektion?

Es ist nicht immer eindeutig erkennbar, ob eine Wunde lokal infiziert ist oder nicht. Dabei ist genau diese Erkenntnis essentiell, um alle notwendigen Folgeschritte angemessen definieren zu können.

Grundlegend bei der Erkennung einer lokalen Wundinfektion ist die systematische Unterscheidung in indirekter und direkter Zeichen einer lokalen Wundinfektion.

Indirekte Infektionszeichen

Durch die Entzündungsreaktion wird die Durchblutung im betroffenen Gebiet erhöht, um Abwehrzellen und Nährstoffe heranzubringen. Eine deutliche oder zunehmende Rötung in der Wundumgebung (periläsionelles Erythem) kann darauf hinweisen, dass der Körper versucht, gegen eindringende Erreger zu reagieren – ein typisches Zeichen einer beginnenden Infektion.

Schwellungen, Verhärtungen oder Ödeme im Wundbereich sind Flüssigkeitsansammlung im Gewebe. Bei einer Infektion wird die Gefäßwand durchlässiger, damit Abwehrzellen und Proteine ins Gewebe gelangen können. Dabei tritt Flüssigkeit aus den Gefäßen aus – es entsteht eine Schwellung. Eine zunehmende Schwellung kann also ein Hinweis auf eine lokale Entzündung bzw. Infektion sein.

Von einer Stagnation spricht man, wenn die Wunde über einen längeren Zeitraum (bspw. mehr als vier Wochen) keinen Heilungsfortschritt zeigt oder sich sogar verschlechtert.
Bei einer Infektion stören die Erreger den normalen Heilungsprozess: Granulation und Epithelisierung werden gehemmt, das Gewebe bleibt entzündet, und die Wunde „steht“. Dies ist oft ein frühes Anzeichen für eine lokale Infektion.

Entzündungsmediatoren (z. B. Histamin, Prostaglandine) führen zu einer Gefäßerweiterung, wodurch mehr warmes Blut in das Gebiet strömt. Diese Temperaturerhöhung ist Teil der Immunreaktion und kann auf eine lokale Infektion hinweisen.

Spontaner Schmerz tritt ohne äußeren Reiz auf, Druckschmerz und Berührungsschmerz entsteht beim Berühren der Wunde oder Wundumgebung. Durch die Entzündung werden Schmerzrezeptoren im Gewebe gereizt. Substanzen wie Prostaglandine oder Bradykinin senken die Schmerzschwelle. Zunehmende Schmerzen deuten darauf hin, dass sich der Entzündungsprozess verstärkt – ein typisches Infektionszeichen.

Bei Patienten mit gestörtem Schmerzempfinden kann dieses Zeichen fehlen (Polyneuropathie oder Schmerzmedikation).

Ein übelriechendes, verfärbtes (z.B. trüberes, gelb-grünliches, bräunliches Exsudat) oder zunehmendes Exsudat weist auf bakterielle Aktivität hin. Stoffwechselprodukte der Bakterien verursachen den Geruch und die Farbe, welche auch durch abgestorbene Zellen und Eiterbestandteile entsteht. Veränderungen von Geruch oder Farbe sind daher deutliche Hinweise auf eine lokale Infektion.

Direkte Infektionszeichen

Ein Abstrich ist eine mikrobiologische Untersuchung, bei der Material aus der Wunde entnommen und im Labor auf Bakterien oder Pilze untersucht wird. Wundabstrich dient dem Nachweis potentiell krankheitserregender Mikroorganismen (z. B. Staphylococcus aureus, Pseudomonas aeruginosa).

Werden pathogene (krankmachende) Keime massenhaft nachgewiesen, bedeutet das, dass sich diese Erreger tatsächlich in der Wunde befinden und vermehren. Ein solcher Nachweis ist ein eindeutiges Infektionszeichen, da er zeigt, dass nicht nur eine Besiedelung (z. B. mit Hautkeimen), sondern eine aktive Infektion vorliegt.

Besonders aussagekräftig ist dies, wenn gleichzeitig klinische Symptome wie Rötung, Schwellung oder Eiter auftreten.

Eine septische postoperative Wunde ist eine infizierte Operationswunde, bei der sich Krankheitserreger im Wundgebiet vermehren und eine eitrig-entzündliche Reaktion hervorrufen.

„Postoperativ“ bedeutet: die Wunde entstand nach einer Operation. Normalerweise sollten Operationswunden aseptisch (keimfrei) heilen. Wenn sich nach einer Operation Rötung, Schwellung, Fieber, Eiter oder eine Geruchsveränderung zeigen, deutet das auf eine septische Wundheilung hin.

Hier liegt meist eine massive bakterielle Infektion des Wundgewebes vor, die unbehandelt zu einer systemischen Ausbreitung mit dem Risiko der Sepsis (Blutvergiftung) führen kann.

Eiter (Pus) ist eine dickflüssige, teils farbige Masse, die aus abgestorbenen Leukozyten (Abwehrzellen), Bakterien, Gewebetrümmern und Serum besteht.
Eiter entsteht, wenn sich der Körper gegen bakterielle Erreger wehrt – besonders bei pyogenen (eiterbildenden) Bakterien, z. B. Staphylokokken oder Streptokokken.

Freier Eiter in der Wunde bedeutet, dass das Immunsystem aktiv gegen eine bestehende Infektion kämpft. Es handelt sich also nicht mehr nur um eine normale Entzündung, sondern um eine manifest bakterielle Infektion.

Für schnelle Entscheidungen im Versorgungsalltag hilft eine strukturierte Beurteilung der indirekten und direkten Infektionszeichen.

In der übersichtlichen Infektions-Checkliste können die Infektionszeichen auf einen Blick markiert und zur Unterstützung beim frühzeitigen Erkennen einer Wundinfektion angewendet werden. Die Checkliste hilft dabei eine adäquate Therapieentscheidung zu treffen und ordnet passende Wundauflagen der lokalen Wundtherapie zu.

Wundreinigung und/ oder Infektionsbekämpfung?

Eine kontinuierliche Wundreinigung ist die Basis jeder erfolgreichen Wundheilung3.
Wundbeläge wie Fibrin stellen einen Nährboden für Bakterien dar5 und können trotz aktivem Débridement bereits nach wenigen Stunden erneut auftreten6. Deshalb ist eine kontinuierliche Wundreinigung zwischen den Verbandwechseln notwendig, um die Infektionskontrolle in allen Phasen der Wundheilung zu unterstützen.3,6,8 Dabei hilft UrgoClean die lokalen indirekten Infektionszeichen wie Fibrinbelag, Schmerzen, Ödem oder Wundgeruch zu reduzieren7.

Zeigen sich jedoch mindestens ein direktes oder mehr als fünf indirekte Infektionszeichen, kann ein gezieltes lokales Vorgehen erforderlich sein1. In diesen Fällen bleibt die kontinuierliche Wundreinigung die Basis und kann zusätzlich durch eine zusätzliche lokale antimikrobielle Therapie ergänzt.

Die Kombination aus kontinuierlicher Wundreinigung und antimikrobieller Wirkung – beispielsweise mit silberhaltigen Wundauflagen wie UrgoClean Ag – ermöglicht eine gezielte und verstärkte Reduktion der Keimlast8,9. In diesem Zusammenhang zeigte UrgoClean Ag eine bis zu 100-fach stärkere Wirksamkeit gegen Pseudomonas aeruginosa Biofilm im Vergleich zu Aquacel Ag+ Extra10,11.

Wundreinigung und/ oder Infektions-
bekämpfung?

Eine kontinuierliche Wundreinigung ist die Basis jeder erfolgreichen Wundheilung3.
Wundbeläge wie Fibrin stellen einen Nährboden für Bakterien dar5 und können trotz aktivem Débridement bereits nach wenigen Stunden erneut auftreten6. Deshalb ist eine kontinuierliche Wundreinigung zwischen den Verbandwechseln notwendig, um die Infektionskontrolle in allen Phasen der Wundheilung zu unterstützen.3,6,8 Dabei hilft UrgoClean die lokalen indirekten Infektionszeichen wie Fibrinbelag, Schmerzen, Ödem oder Wundgeruch zu reduzieren7.

Zeigen sich jedoch mindestens ein direktes oder mehr als fünf indirekte Infektionszeichen, kann ein gezieltes lokales Vorgehen erforderlich sein1. In diesen Fällen bleibt die kontinuierliche Wundreinigung die Basis und kann zusätzlich durch eine zusätzliche lokale antimikrobielle Therapie ergänzt.

Die Kombination aus kontinuierlicher Wundreinigung und antimikrobieller Wirkung – beispielsweise mit silberhaltigen Wundauflagen wie UrgoClean Ag – ermöglicht eine gezielte und verstärkte Reduktion der Keimlast8,9. In diesem Zusammenhang zeigte UrgoClean Ag eine bis zu 100-fach stärkere Wirksamkeit gegen Pseudomonas aeruginosa Biofilm im Vergleich zu Aquacel Ag+ Extra10,11.

Sauber Ag-ieren mit der Infektions-Checkliste

Im Alltag ist nicht immer die Frage ob gehandelt werden soll, sondern wann.
Die Infektions-Checkliste hilft dabei, lokale Zeichen richtig einzuordnen und die nächsten Schritte sicher und nachvollziehbar abzuleiten.

✅ Expertenbasierte, strukturierte Einschätzung statt Bauchgefühl

✅ Einfache Entscheidungshilfe mit Therapieempfehlung

✅ Kompakte PDF-Checkliste für die tägliche Praxis

Im Alltag ist nicht immer die Frage ob gehandelt werden soll, sondern wann.
Die Infektions-Checkliste hilft dabei, lokale Zeichen richtig einzuordnen und die nächsten Schritte sicher und nachvollziehbar abzuleiten.

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✅ Einfache Entscheidungshilfe mit Therapieempfehlung

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Von der Entscheidung zur Wundversorgung

Je nach Ergebnis der Infektions-Checkliste stehen unterschiedliche Lösungen zur Verfügung –
von der kontinuierlichen Wundreinigung bis zur antimikrobiellen Unterstützung.

Von der Entscheidung zur Wund-versorgung

Je nach Ergebnis der Infektions-Checkliste stehen unterschiedliche Lösungen zur Verfügung –
von der kontinuierlichen Wundreinigung bis zur antimikrobiellen Unterstützung.

Absorbierende
antimikrobielle Wundauflagen
mit Reinigungseffekt

UrgoClean Ag Kompresse

Absorbierende Wundauflage mit antimikrobieller Silberwirkung (TLC-Ag) und Reinigungsfasern für fibrinbelegte, exsudierende Wunden mit lokalen Anzeichen von Wundinfektion.

Absorbierende antimikrobielle Wundauflagen mit Reinigungseffekt

UrgoClean Ag Kompresse

Absorbierende Wundauflage mit antimikrobieller Silberwirkung (TLC-Ag) und Reinigungsfasern für fibrinbelegte, exsudierende Wunden mit lokalen Anzeichen von Wundinfektion.

Antimikrobielle Wundkontaktauflagen

UrgoTül Ag/Silver

Flexible Wundkontaktauflage mit antimikrobieller Silberwirkung für akute, oberflächliche Wunden mit lokalen Anzeichen von Wundinfektion. 

Antimikrobielle Wundkontaktauflagen

UrgoTül Ag/Silver

Flexible Wundkontaktauflage mit antimikrobieller Silberwirkung für akute, oberflächliche Wunden mit lokalen Anzeichen von Wundinfektion. 

Absorbierende Wundauflagen mit Reinigungseffekt

UrgoClean Kompresse

Absorbierende Wundauflage mit Reinigungsfasern und TLC-Matrix
für exsudierende, fibrinbelegte Wunden – auch bei lokalen Infektionszeichen und in jeder Wundheilungsphase.

Absorbierende Wundauflagen mit Reinigungseffekt

UrgoClean Kompresse

Absorbierende Wundauflage mit Reinigungsfasern und TLC-Matrix
für exsudierende, fibrinbelegte Wunden – auch bei lokalen Infektionszeichen und in jeder Wundheilungsphase.

Referenzen

1: Hampton J. et al. Diagnosis and treatment of infected wounds: A multi-centre audit of current clinical practice across the UK, Ireland and Scandinavia, 2022 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36097436/

2: Dissemond J. et al. Systematik, Diagnostik und Therapie von Wundinfektionen chronischer Wunden: Ein Positionspapier von WundDACH, 2025

3: Mayer D.O. et al. Best practice for wound debridement. International Consensus Document. J Wound Care 2024; 33(6) Sup C: S1-S32

4 : Lavery LA, Armstrong DA, Wunderlich RP, et al. Risk factors for foot infections in individuals with diabetes. Diabetes Care 2006; 29(6): 1288-93

5: Schultz, G. et al (2017): Consensus guidelines for the identification and treatment of biofilms in chronic nonhealing wounds. Wound Rep and Reg, 25: 744-757.

6: Meaume S. et al, Evaluation of two fibrous wound dressings for the management of leg ulcers: Results of a European randomised controlled trial (Earth RCT). J Wound Care, Vol 23. No 3; March 2014, 105-116

7: Reinboldt-Jockenhöfer F. et al: Debridement – how efficient can a wound dressing be? The answer from a large prospective observational study. J Wound Care 2025; 34(4); https://doi.org/10.12968/jowc.2025.0046. Keine Vergleichsstudie. Untersucht wurden insgesamt 1.558 Patienten, davon 220 mit lokaler Wundinfektion unter Einsatz von UrgoClean, von denen 47 nicht zusätzlich mit Antibiotika behandelt wurden.

8: Interne Daten, Laboratoires URGO, Biomatech reports 12021E and 12021F (in-vitro nachgewiesen)

9: Interne Daten, Laboratoires URGO, Nexidia reports 2013-03C v2 and 2021-11D v2 (in-vitro nachgewiesen)

10: Percival, S.L. et al.: Restoring balance: biofilms and wound dressings. J Wound Care. 2018; 27(2):102-113.

11: Desroche N., et al., Comparison of in vitro anti-biofilm activities of a new poly-absorbent dressing with a silver matrix and a silver-containing CMC dressing. Poster EWMA May 2017.

Sauber Agieren

Kontinuierliche Wundreinigung und Infektionskontrolle

Seite aktualisiert am 10 März 2026