Schritt für Schritt zum Behandlungsziel: Stadiengerechte Wundversorgung neuester Stand

Berlin, 13. Oktober 2011 - Die hydroaktive Wundversorgung besteht heute aus einem sequenziellen, der jeweiligen Konstellation und Situation angepassten Procedere. Das Unternehmen URGO bietet mit den neuen Wundauflagen UrgoClean Kompresse und UrgoClean Tamponade für die Reinigungsphase und mit UrgoSTART Wundauflagen an, die dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Das gilt auch für das Kompressionssystem UrgoK2, wie die aktuellen Daten der ODYSSEY -Studie (1) belegen.

Dr. Hendrik Altenkämper, Franz-Josef Hahn und Dr. Tobias Görge (v.l.n.r.) präsentierten UrgoClean Kompresse und UrgoClean Tamponade bei der Pressekonferenz in Berlin.

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Im Rahmen einer Launch-Pressekonferenz wurden die wichtigsten Aspekte der stadiengerechten Wundversorgung beleuchtet. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Profil und die Einsatzmöglichkeiten der neuen Wundauflagen UrgoClean Kompresse und UrgoClean Tamponade. UrgoClean kann - so der auf Wundversorgung spezialisierte Allgemeinarzt und Phlebologe Dr. Hendrik Alten­kämper aus Plettenberg - zukünftig eine wichtige Rolle spielen, denn nur die effizient gereinigte Wunde besitzt gute Aussichten auf eine rasche Abheilung. Die widerstandsfähigen, hydroreinigenden Polyacrylatfasern von UrgoClean zeichnen sich durch hohe Absorption von Wundexsudat und insbesondere fibrinöser Beläge aus, wie Altenkämper unterstreicht. Sie tragen somit entscheidend zur autolytischen Wundreinigung und zur Abheilung bei. Im Kontakt mit Wundexsudat bilden die Fasern ein feuchtes Gel, das fibrinöse Beläge anzieht, absorbiert und ableitet. Aufgrund seiner Zugfestigkeit lässt sich UrgoClean in einem Stück aus der Wunde entfernen. Die UrgoClean Kompresse ist zusätzlich mit einer mikroadhäsiven Lipidokolloid-Matrix (TLC) beschichtet, was die Positionierung der Wundauflage erleichtert und für schmerzfreie Verbandwechsel sorgt. Die UrgoClean Tamponade wird mit einer sterilen Applikationshilfe geliefert, die das Einbringen in tiefe Wunden erleichtert.
Nach einer effizienten Wundreinigung mittels UrgoClean sind - nach Meinung der Experten - die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich die heilungsfördernde Wirkung einer Wundauflage wie UrgoSTART mit NOSF (NOSF = Nano-Oligosaccharidfaktor) bestens entfalten kann. Das unterstreichen auch die eindrucksvollen Patientenbilder aus der Praxis, die der am Lymphtherapiezentrum in Saarbrücken tätige Physiotherapeut Franz-Willi Hahn vorstellte.  Durch die konsequente Anwendung von UrgoClean Kompresse und UrgoSTART unter einer effizienten Kompressionstherapie konnten so auch Wunden, die zum Teil über mehrere Jahre bestanden, von Fibrinbelägen gereinigt und die Wundfläche in wenigen Wochen um bis zu 90% reduziert werden.

Zweilagiges UrgoK2 überzeugt im Vergleich mit vierlagigem Kompressionssystem

Reinigen, beschleunigen, komprimieren heißt das Motto, unter dem die moderne Wundversorgung heute stehen sollte, meint Dr. Tobias Görge aus Münster. Obwohl gerade die Bedeutung  einer effizien­ten Kompression für die erfolgreiche Behandlung venös bedingter Unterschenkelgeschwüre weithin bekannt ist, sind dazu doch - so der Dermatologe - nur wenig evidenz-basierte Daten verfügbar. Umso erfreulicher ist es laut Görge, dass das Unternehmen URGO nach der CHALLENGE[1]-Studie jetzt auch zu diesem therapeu­tischen Bereich eine große Untersuchung durchgeführt hat: ODYSSEY. Bei der in Deutschland, England und Frankreich durchgeführten, randomisierten Multicenter-Studie wurde UrgoK2 als zweilagiges Kompressionssystem mit einem vierlagigen Kompressionssystem,  Profore® von Smith & Nephew, verglichen.

Die Resultate dieser 18 Monate dauernden Studie an 186 Patienten zeigten keine landesspezifischen Unterschiede. Bei gleicher Ausgangssituation hinsichtlich Population, Krankheitsausprägung und eingesetzter neutraler, primärer Wundauflage erbrachte die ITT-Analyse zusammengefasst folgende interessante Ergebnisse:

In Woche 12:

· Patienten mit vollständigem Wundschluss in %:          
- 41,1 vs 38,7 (UrgoK2 vs Profore®)


· Absolute Regression der Wundoberfläche in cm²:  
- 3,82 vs 3,37 (UrgoK2 vs Profore®, Median)
- 6,61 vs 4,89 (Durchschnitt)


· Relative Regression der Wundoberfläche in %: 
- 89,2 vs 81,82 (K2 vs Profore®, Median)
- 70,25 vs 58,39 (Durchschnitt)

Die von Görge vorgestellten Ergebnisse zeigen deutlich, dass das zweilagige UrgoK2-System gegenüber dem vierlagigen Vergleichs­system von der Wirksamkeit her mindestens als ebenbürtig einzu­schätzen ist.
Das UrgoK2-Kompressionssystem mit seinem einfachen Mar­kierungssystem ist als besonders patientengerecht und anwen­dungsfreundlich bekannt. Dieser Eindruck wird durch die ODYSSEY-Daten unterstrichen. Die Patienten mit UrgoK2-Versorgung gaben zwischen den Verbandwechseln mit 27,1 %  weniger Schmerzen an als die Profore®-Patienten mit 40,0 %. Zudem wurde UrgoK2 als wesentlich einfacher in der Anwendung beurteilt (p = 0,035).

Görge wies darauf hin, wie wichtig es sei, sich in der Wundversorgung zukünftig viel stärker als bisher an solchen wissenschaftlich gewonnen Daten zu orientieren.

Fazit: UrgoClean stellt mit seinem ausgeklügelten Aufbau und der nachgewiesenen Reinigungswirkung eine Innovation in der hydroaktiven Versorgung von fibrinbelegten Wunden dar. Zusammen mit dem Einsatz des wundheilungsbeschleunigenden UrgoSTART mit NOSF und - bei entsprechender Indikation - einer effizienten Kompression mit UrgoK2 werden die Anforderungen an eine stadiengerechte Wundversorgung hervor­ragend erfüllt. Das bestätigt nicht nur die tägliche praktische Anwendung durch Ärzte und Pflegefachpersonal, sondern auch die Daten aus den Studien CHALLENGE2 und ODYSSEY1.


++++ Verwendung frei. Beleg erbeten. ++++

Der Pressetext kann unter der E-Mail-Adresse

wilke@medizin-und-markt.de in digitaler Form angefordert werden.

[1] Studie ODYSSEY UF-09-09-310 2343: Evaluation of the efficacy and safety of the KTwo vs Profore compression system in the treatment of venous leg ulcers, Data on file, Studienleiter Dr. Isabelle LAZARETH, Paris, Frankreich
[2] Studie CHALLENGE FI-09-013103078-2010, Data on file, Studienleiter: Dr. med. Sylvie Meaume, Ivry sur Seine, Frankreich

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