Neuer Kompressionsverband UrgoK2® gewährleistet lang anhaltenden, korrekten Druck

Kassel, 26. Juni 2009 – Der neue Zweilagenverband UrgoK2® sorgt für eine effiziente Kompressionstherapie bei venösen Beinleiden. Dank des auf den Binden aufgedruckten Druckindikators wissen Anwender genau, wie viel Zug sie beim Bandagieren aufwenden müssen. Die in ihren Eigenschaften optimal aufeinander abgestimmten Einzelbinden sorgen für sicheren Sitz und korrekten Anpressdruck auch über eine mehrtägige Tragedauer. UrgoK2® lässt sich zudem gut mit der heilungsfördernden Wundauflage UrgoCell® Contact kombinieren. Aktuelle Studienergebnisse zu Effizienz, Sicherheit und Akzeptanz von UrgoK2® wurden auf einem Symposium im Rahmen des 12. DGfW-Kongresses vorgestellt.

Das neue Kompressionssystem UrgoK2® und die Wundauflage UrgoCell® Contact sind gut für die Behandlung venöser Unterschenkelgeschwüre geeignet.

Für Patienten mit venösen Beinleiden ist die Kompression eine der wenigen Therapiemaßnahmen, deren Wirksamkeit gut belegt ist. Allerdings können praktische Hindernisse den Behandlungserfolg deutlich einschränken. „Immer wieder werden die Verbände fehlerhaft angelegt,“ sagte Professor Dr. Michael Jünger, Greifswald. „Sie verrutschen dann bereits nach wenigen Stunden oder verlieren ihre Form. Damit ist der notwendige Anpressdruck auf den Unterschenkel nicht mehr gewährleistet und der therapeutische Effekt lässt nach.“ Abhilfe schaffe hier der neue zweilagige Kompressions-verband UrgoK2®.

Konsistenter Druck über sieben Tage
Die innere Kurzzugbinde erzeugt einen Teil des Anpressdrucks und verteilt ihn gleichmäßig. Sie ist außerdem mit einem Wattepolster unterfüttert, das Knochenvorsprünge vor Druckspitzen schützt und Wundexsudat absorbiert. Die äußere kohäsive Langzugbinde hält den Kompressionsverband formstabil und verhindert ein Verrutschen. Zudem erzeugt sie weiteren Anpressdruck, sodass ein therapeutisch wirksamer Gesamtdruck von mehr als 40 mmHg entsteht. Eine zusätzliche Besonderheit sind die Druckindikatoren auf den Binden. Durch sie erkennen Anwender die richtige Zugstärke. „Vor allem weniger Geübte werden von diesem Indikator enorm profitieren,“ war sich Jünger sicher. Dass diese Eigenschaften auch klinisch von Nutzen sind, zeigen die Ergebnisse zweier aktueller Studien.

In einer vergleichenden Untersuchung mit 24 Probanden wurden jeweils zwölf Beine über sieben Tage mit UrgoK2®, einem Vierlagenverband oder einer kohäsiven Kurzzugbinde bandagiert. Jünger zufolge hielten zwar alle drei Verbände den therapeutisch notwendigen Druck von mindestens 40 mmHG über sieben Tage aufrecht. Allerdings ging das Beinvolumen nach Bandagierung mit UrgoK2® deutlich stärker zurück als mit den Vergleichsprodukten. Zudem traten Beschwerden wie Schmerzen, Brennen, Schwitzen und Jucken unter UrgoK2® seltener auf und waren geringer ausgeprägt.

Hohe Akzeptanz bei Ärzten und Patienten
In der zweiten Studie wurde die Wirksamkeit und Verträglichkeit von UrgoK2® bei der Therapie venöser Unterschenkelgeschwüre untersucht. Es nahmen 42 Patienten teil, die zuvor bereits mit mehrlagigen Kompressionsverbänden behandelt worden waren. Hauptbewertungskriterium war die Reduktion der Ulkusfläche nach sechs Wochen.

„86 Prozent der Studienärzte beobachteten in diesem Zeitraum eine Verbesserung oder Abheilung der Wunde unter UrgoK2®,“ sagte Dr. Jean-Patrick Benigni, Paris. Die Ulkusfläche war um durchschnittlich 58,5 Prozent geschrumpft, ein knappes Viertel der Wunden heilte nach durchschnittlich 26 Tagen sogar ganz ab. Darüber hinaus hatte sich auch der Anteil der Patienten, die ein Ödem aufwiesen, im Studienverlauf von 69,1 Prozent auf 11,9 Prozent reduziert.

Gute Bewertungen erhielt UrgoK2® auch bei den sekundären Prüfkriterien. „Ein knappes Drittel der Studienärzte gab an, dass sich der Verband leichter anlegen ließ als andere mehrlagige Kompressionsverbände, der Rest bemerkte keinen Unterschied,“ sagte Benigni. Zudem habe sich UrgoK2® als sehr formstabil erwiesen: Der Verband war nur in 5,3 Prozent der Fälle zwischen zwei Verbandwechseln verrutscht.

Wie Benigni weiter ausführte, bewerteten 35,1 Prozent der Patienten den nächtlichen Tragekomfort als ‚sehr gut’ und 56,9 Prozent als ‚gut’. Die Mobilität des Fußknöchels wurde von 89,9 Prozent mit ‚sehr gut’ oder ‚gut’ benotet. Dabei waren die Bandagen mit UrgoK2® insgesamt sehr gut verträglich.

Die Experten waren sich einig, dass mit UrgoK2® ein Verband zur Verfügung steht, der eine konsistente Kompression über einen längeren Zeitraum ermöglicht und sich durch hohe Rutschfestigkeit und eine besonders einfache Anwendbarkeit auszeichnet.

UrgoCell® Contact zur raschen Heilung venöser Ulzera Die Heilung venöser Ulzera lässt sich zusätzlich verbessern, wenn die Kompression durch eine phasenadaptierte Wundbehandlung ergänzt wird. „Dazu eignen sich besonders gut moderne Wund-auflagen wie UrgoCell® Contact.“, sagte Dr. Serge Bohbot, Medical Director von Laboratoires Urgo, Dijon.

UrgoCell® Contact ist eine Schaumstoffwundauflage, die mit einer mikroadhäsiven Lipidokolloid-Matrix (TLC-Contact) kombiniert ist. In Kontakt mit dem Wundexsudat bildet diese Matrix einen Lipidokolloidfilm, der ein feuchtes, für die Heilung günstiges Wundmilieu erhält. Gleichzeitig schützt der Lipidokolloidfilm die neugebildeten Gewebestrukturen beim Ablösen der Wundauflage und sorgt für atraumatische Verbandwechsel.

Die gute Wirksamkeit und Verträglichkeit von UrgoCell® Contact wurde im Rahmen einer nicht-vergleichenden, offenen Multizenterstudie an 45 Patienten mit venösen Unterschenkelgeschwüren untersucht. „Nach nur sechs Behandlungswochen hatte sich die durchschnittliche Ulkusfläche um 37,4 Prozent reduziert,“ berichtete Bohbot. Eine Verbesserung habe man in drei Viertel aller Fälle beobachtet. Dabei sei die Wundauflage sehr gut vertragen worden.

Die vorgestellten Studien mit UrgoK2® und UrgoCell® Contact zeigen, dass selbst schwer behandelbare venöse Unterschenkel-geschwüre unter patientengerechter Versorgung zur Abheilung gebracht werden können. Voraussetzung ist eine effiziente Kompressionstherapie und eine phasengerechte Wundversorgung mit modernen Wundauflagen.

Quelle:
Symposium „Kompression und Wundversorgung bei Ulcus cruris venosum: Neue Behandlungsoptionen mit UrgoK2® und UrgoCell® Contact“
Veranstaltung im Rahmen des 12. Jahreskongresses der Deutschen Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V.

Kassel, Freitag, 26.06.2009

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