Moderne Wundversorgung und Kompressionstherapie – ein Gesamtkonzept

Nürnberg, 26. März 2009 – Etwa 1 % der erwachsenen Bevölkerung industrialisierter Länder leiden an venösen Beinbeschwerden, deren Prävalenz ab einem Lebensalter von 40 Jahren kontinuierlich ansteigt. Das Ulcus cruris venosum stellt dabei – so Prof. Dr. Michael Jünger, Greifswald – die schwerwiegendste Folge der chronisch venösen Insuffizienz (CVI) dar. Das wichtigste Ziel in der Behandlung des Ulcus cruris venosum ist die Reduktion des Blutdrucks im Venensystem des Beines. Dabei spielt die medizinische Kompressionstherapie eine entscheidende Rolle; sie soll einen von distal nach proximal abfallenden Anpressdruck über den ganzen Tag hinweg gewährleisten. Im klinischen Alltag hat sich allerdings gezeigt, dass Kompressionsverbände häufig fehlerhaft angelegt werden, daher bereits nach wenigen Stunden verrutschen oder ihre Form verlieren und somit erheblich an Funktionalität einbüßen.

UrgoK2 mit Markierungssystem ist ab 1. Mai 2009 in zwei Größen erhältlich.

UrgoK2 – effiziente Kompressionsbehandlung wird einfacher Um diese therapeutische Herausforderung zu meistern, wurde vom Unternehmen Urgo, einem der führenden Hersteller auf dem Gebiet der modernen Wundversorgung, der innovative und formstabile Zweilagenverband UrgoK2 entwickelt. Er ist ab 01. Mai 2009 in Deutschland erhältiich. UrgoK2 besteht aus einem doppellagigen Bindensystem, das den Druck in dualer Weise entsprechend gleichmäßig verteilt. Die innere polsternde Lage UrgoKTech erzeugt dabei einen Teil des Anpressdrucks und verteilt diesen einheitlich; dabei werden Knochenvorsprünge vor Druckspitzen geschützt und Wundexsudat absorbiert. Der eigentliche elastische äußere kohäsive Verband UrgoKPress überträgt weiteren Anpressdruck, so dass der therapeutisch wirksame Anpressdruck von mehr als 40 mmHg durch beide Lagen gemeinsam aufgebracht wird. Durch die innovative Kombination dieser Komponenten kann die therapeutisch angestrebte Kompression über sieben Tage hinweg sicher aufrecht erhalten werden. Korrekter Druck ist entscheidend – ein Indikatorsystem hilft Eine große Hilfe für den Anwender von UrgoK2 stellt auch der auf beiden Lagen gut sichtbar angebrachte Druckindikator dar. Die Binde ist richtig angelegt, wenn die auf der Binde aufgedruckten Ellipsen kreisförmig werden. Thomas Fuchs, Jena, wies darauf hin, dass gerade weniger geübte Anwender von dieser praktischen Unterstützung enorm profitieren. Dass die Vorteile von UrgoK2 auch der wissenschaftlichen Überprüfung standhalten, zeigte Jünger anhand von aktuellen Studienergebnissen. In einer Vergleichsstudie mit 24 Probanden wurden jeweils 12 Beine mit UrgoK2, einem Vierlagenverband oder einer kohäsiven Kurz¬zugbandage versorgt. Im Vergleich zu dem Vierlagenverband und der kohäsiven Kurzzugbinde vermittelte der Zweilagenverband UrgoK2 über sieben Tage den therapeutisch wirksamen Anpressdruck von > 40 mmHg (Arbeitsanpressdruck). Aktuelle Studienergebnisse sprechen für UrgoK2 Am Ende der siebentägigen Tragezeit verringerte UrgoK2 das Unterschenkelvolumen von gesunden Probanden deutlich stärker als die Vergleichsverbände, während unerwünschte Begleiterscheinungen wie Schmerzen, Brennen, Schwitzen, Jucken seltener und in geringerer Ausprägung auftraten.

Fasst man die Eigenschaften von UrgoK2 zusammen, so zeigt sich der therapeutische Fortschritt:

  • Besonders einfache Anwendbarkeit für eine optimale therapeutische Kompression
  • Leicht einsetzbar auch für Anwender mit weniger Erfahrung
  • Konsistente Kompression über den gewünschten Zeitraum
  • Kein Risiko, dass der Verband verrutscht
  • Dünnes Verbandprofil für hohen Tragekomfort, so dass der Patient normale Schuhe tragen kann
  • Optimale Versorgung von Patienten mit einem Ulcus cruris venosum, unabhängig von der Mobilität des Patienten

Häufiger Problemfall: verzögerte Wundheilung Der Phlebologe Dr. Karl-Christian Münter, Hamburg, wies darauf hin, dass es trotz guter Behandlung und moderner Wundtherapie bei einer erheblichen Anzahl von Patienten mit Unterschenkel¬geschwüren zu einer Verzögerung oder gar Stagnation im Heilungsprozess kommt. Besonders häufig treten solche Heilungsstörungen im Zuge von venöser Insuffizienz, post-thrombotischem Syndrom, peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Diabetes mellitus, Dekubitus oder Infektionen auf. Nach neueren Erkennt¬nissen ist eine Hauptursache dafür ein Ungleichgewicht zwischen bestimmten Matrix-Metallo-Proteasen, den so genannten MMP und deren Inhibitoren. Die Korrektur dieses Ungleichgewichts ist eine wichtige Voraussetzung, damit der Heilungsprozess wieder in Gang kommt, so Münter. UrgoCell® START bringt Dynamik in die Wundheilung Mit UrgoCell® START wurde dazu vor kurzem eine innovative, proteasenhemmende Wundauflage eingeführt. UrgoCell® START enthält NOSF (Nano-Oligosaccharid Faktor), der der Aktivität überschüssiger Matrix-Metallo-Proteasen entgegen wirkt. NOSF wurde in die bewährte Lipidokolloid-Matrix (TLC) integriert, die für ein optimales Wundmilieu sorgt, die Vermehrung der Fibroblasten sowie die Zirkulation der Wachstumsfaktoren fördert und zudem einen atraumatischen Verbandwechsel ermöglicht. Die darüber liegende, stark absorbierende Schaumstoffkompresse nimmt überschüssiges proteasenhaltiges Exsudat auf und beugt zusammen mit dem atmungsaktiven Träger Mazerationen vor. Die Presseveranstaltung in Nürnberg machte einmal mehr deutlich, dass die erfolgreiche Behandlung von Patienten mit chronischen Unterschenkelgeschwüren auf einem Gesamtkonzept basiert, in dem die Kombination einer modernen Wundversorgung und einer effizienten Kompressionstherapie eine entscheidende Rolle spielen. Quelle: Launch-Pressegespräch URGO GmbH „Moderne Wundversorgung und Kompressionstherapie interdisziplinär betrachtet: Wissenschaftliche Grundlagen und therapeutische Anwendung“

Nürnberg, 26. März 2009

++++ Verwendung frei. Beleg erbeten. ++++ Der Pressetext kann unter der E-Mail-Adresse wilke@medizin-und-markt.de in digitaler Form angefordert werden.

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