Foundation URGO verleiht Preis für Arbeiten aus der Wundversorgung

Sulzbach, Mai 2020 – In diesem Jahr wurde zum vierten Mal der mit insgesamt 20.000 € dotierte Drei-Länder-Wundpreis der Foundation URGO für Arbeiten im Bereich der Wundversorgung im deutschsprachigen Raum vergeben. Vier Preisträger konnten die achtköpfige interprofessionelle Jury überzeugen.

URGO GmbH versteht sich als Pionier und kompetenter Partner in der Wundheilung und der Kompressionstherapie mit dem Ziel, für jede Wunde eine innovative Lösung zu bieten. Daneben gehört zur URGO-Mission die Förderung von interprofessionellem Austausch und der Transfer von Wissen, um den Arbeitsalltag von Medizin und Pflege zu entlasten. Der Drei-Länder-Wundpreis der gemeinnützigen Stiftung Foundation URGO ist ein wichtiger Baustein davon. Durch Förderung des Transfers gewonnener Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Forschungsarbeiten aus dem deutschsprachigen Raum in die  Anwendung soll die Wundversorgung verbessert und unterstützt werden.

Die ausgezeichneten Preisträger in alphabetischer Reihenfolge und Ihre Arbeiten im Überblick:

Dr. Johannes G. Matiasek (St. Josef Krankenhaus Wien) | Titel der Arbeit: “An intra-individual surgical wound comparison shows that octenidine-based hydrogel wound dressing ameliorates scar appearance following abdominoplasty”

Die Arbeitsgruppe um Dr. Matiasek untersuchte im Rahmen einer randomisierten klinischen Studie die Wundheilung unter zwei verschiedenen Wundauflagen nach Abdominalplastik im intra-individuellen Vergleich über bis zu 12 Monate nach Eingriff. Die Ergebnisse zeigten, dass die verschiedenen gemessenen Hautparameter, die Wundheilung und die Entwicklung von Narbengewebe unter der Behandlung mit octenidinhaltigem Hydrogel und Standardwundauflagen besser ausfielen als unter einer Standardwundauflage allein.

cand. med. Maurice Moelleken (Universitätsklinikum Essen) | Titel der Arbeit: „Prospektive klinische Studie zur Wirksamkeit der bakteriellen Entfernung mit mechanischem Débridement in und um chronische venöse Ulcera mit Fluoreszenzfotografie“

Herr Moelleken untersuchte in seiner Arbeit die Möglichkeit, mittels Fluoreszenzfotografie die Wirkung von mechanischem Debridement auf die Reduktion von Keimen in der Wunde und der Wundumgebung nachzuweisen. Die Fluoreszenzfotografie stellte sich dabei als sehr probates Mittel heraus und zeigte deutlich, dass das mechanische Débridement auch ohne antiseptische Behandlung die bakterielle Besiedlung in der Wundumgebung und insbesondere in der Wunde drastisch reduzierte.  

Prof. Dr. med. Ewa Klara Stürmer (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) | Titel der Arbeit: „Haben Antihypertensiva und orale Antidiabetika einen (negativen) Einfluss auf die Wundheilung?“

Frau Prof. Stürmer ging der Frage nach, inwiefern bei Menschen mit chronischen Wunden häufig eingesetzte Antihypertensiva und orale Antidiabetika einen negativen Einfluss auf die Wundheilung haben. Eine ausgiebige Literaturrecherche zeigte, dass hierzu bislang nur sehr wenige Daten publiziert wurden. In den von ihr benutzen 2D- und 3D-in-vitro-Modellen zeigte sich ein sehr ambivalentes Bild bezogen auf unterschiedliche Wirkstoffe. Insbesondere Metformin zeigte einen negativen Einfluss auf die Wundheilung im Modell. Von daher sollte hier zukünftig untersucht werden, inwiefern die eingesetzten Antihypertensiva und oralen Antidiabetika evtl. negative Einflüsse auf die Wundheilung haben.

Einen Sonderpreis für die aktuelle Relevanz bekam die Arbeit von Herrn Dr. med. univ. Markus Duft zum Thema „WUND APP“ mit den wissenschaftlichen Themenschwerpunkten „Strategien und Konzepte in der Edukation von Patienten und Angehörigen“ sowie „Wundmanagement und Lebensqualität“. Herr Duft reichte die Arbeit im Namen des Vereins Wund Management Wien ein, betreut wird die WUND APP von Renate Höfling für die FIEW (Foundation for Innovation and Education in Wound Management). Die für Patienten kostenlose App erlaubt es diesen, eine einfache und übersichtliche Aufzeichnung des Verlaufs ihrer chronischen Wunde zu führen und parallel über Ursache und Therapiemöglichkieten zu informieren.

Weitere Informationen finden Sie unter www.urgo.de/drei_laender_wundpreis.

Kontakt:

Dr. Udo Möller | URGO GmbH | Justus-von-Liebig-Str. 16 | 66280 Sulzbach |
Telefon: 06897 579 - 422 | E-Mail: wundpreis2020@urgo.de

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wundpreis2020@urgo.de in digitaler Form angefordert werden.

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